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Individuelle Kinderwunschbehandlung

Der Weg zum Wunschkind ist so einzigartig wie Sie selbst. Nach einer sorgfältigen und einfühlsamen Diagnostik gelingt es uns in den allermeisten Fällen, die genauen Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit zu identifizieren. Auf dieser Grundlage werden wir gemeinsam einen auf Ihre persönliche Situation abgestimmten Therapieplan erstellen. Wir werden Sie Schritt für Schritt durch Ihre Behandlung führen.

Aus unserer Wissensdatenbank

Behandlungen

16 Behandlungen
  • Hormonelle Stimulation

    Mit Tabletten über fünf Tage oder mit Hormonspritzen wird die Eizellreifung unterstützt. Der Eisprung wird mit einer weiteren Spritze (HCG) ausgelöst. Dadurch weiß man den genauen Zeitpunkt des Eisprungs und kann den günstigsten Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr benennen. Die Gelbkörperphase wird ebenfalls hormonell unterstützt.

  • Insemination

    Nach einer Hormonbehandlung zur Sicherstellung einer guten Eizellreifung von ein bis drei Eibläschen wird Sperma über einen dünnen Katheter in die Gebärmutterhöhle eingebracht. So kann bei leichter bis mittlerer Einschränkung der männlichen Fruchtbarkeit die Chance einer Schwangerschaft erhöht werden.

  • In-vitro-Fertilisation (IVF)

    Die IVF wird bei Eileiterverschluss, bei Endometriose und bei ungeklärter Sterilität durchgeführt. Es erfolgt die Befruchtung außerhalb des Körpers: Die Eizelle und die Samenzellen werden in einer Glasschale (in vitro) zusammen gebracht. Zuvor erfolgt eine Hormonbehandlung, bei der mehrere Eizellen zur Reifung angeregt werden. Sind genügend Eizellen herangereift, werden diese unter Ultraschallsicht mittels einer feinen Nadel durch die Scheide entnommen.

    Meist erhalten die Patientinnen während der Entnahme eine Vollnarkose. Die gewonnenen Eizellen werden mit gut beweglichen Samenzellen zusammengebracht und im Brutschrank kultiviert. Am nächsten Tag sieht man, ob es zu einer Befruchtung der Eizellen gekommen ist. An diesem Tag muss das Paar sich entscheiden, wieviele Embryonen in den nächsten Tagen zurückgegeben werden sollen (maximal drei Embryonen). Die übrigen befruchteten Eizellen können eingefroren werden (siehe Kryokonservierung).

    Nach weiteren ein bis zwei Tagen, in denen sich aus der Eizelle ein Embryo entwickelt hat, erfolgt der Embryotransfer, die Übertragung eines oder mehrerer Embryonen in die Gebärmutter. Dies ist schmerzlos. Die Einnistung wird anschließend mit der Gabe von Gelbkörperhormon unterstützt.

    Zwei Wochen nach dem Embryotransfer wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer Schwangerschaft ist von vielen Faktoren abhängig.

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  • Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

    Die Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ist eine spezielle Methode der künstlichen Befruchtung. Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Anzahl oder Beweglichkeit der Spermien eingeschränkt ist oder eine natürliche Befruchtung der Eizelle erschwert erscheint.

    Im Rahmen einer IVF-Behandlung werden zunächst Eizellen nach einer hormonellen Stimulation entnommen. Anschließend wird im Labor ein einzelnes sorgfältig ausgewähltes Spermium mit einer feinen Mikropipette direkt in die Eizelle eingebracht. Entwickelt sich daraus ein Embryo, kann dieser wenige Tage später in die Gebärmutter übertragen werden.

    Eine ICSI kann unter anderem empfohlen werden bei:

    • eingeschränkter Spermienqualität,
    • fehlender Befruchtung nach einer vorherigen IVF,
    • operativ gewonnenen Spermien (z. B. TESE oder MESA),
    • bestimmten Formen der männlichen Unfruchtbarkeit.

    Die Befruchtung erfolgt außerhalb des Körpers unter kontrollierten Laborbedingungen. Der weitere Ablauf entspricht anschließend weitgehend einer klassischen IVF-Behandlung.

    Die Erfolgsaussichten einer ICSI hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören insbesondere das Alter der Frau, die Qualität der Eizellen und Spermien sowie die individuelle Ursache des unerfüllten Kinderwunsches. Vor Beginn der Behandlung beraten wir Sie ausführlich über die Möglichkeiten und den für Sie geeigneten Therapieansatz.

  • TESE – Testikuläre Spermienextraktion

    Sollten keine Spermien im Ejakulat zu finden sein, kann man Gewebeproben aus dem Hoden entnehmen und nach Spermien durchsehen. Das Gewebe wird anschließend eingefroren und kann zur Entnahme von Spermien am Tag der intracytoplasmatischen Spermieninjektion wieder aufgetaut werden. Die Schwangerschaftsrate nach TESE liegt bei ca 20% pro Versuch.

  • Behandlung mit Spendersamen

    Es gibt Gründe, weshalb die Durchführung der Kinderwunschbehandlung unter Verwendung von Spendersamen erfolgen soll.

    1. bei Einschränkung der Samenqualität, erbliche Belastung des Mannes
    2. Frauen in gleichgeschlechtlicher Beziehung
    3. Single Frauen (Solomütter)

    Dabei ist vor Beginn einer Behandlung mit Spendersamen eine individuelle Beratung auch über psychosoziale und rechtliche Aspekte wünschenswert und zu empfehlen. Das Paar muss für eine Behandlung mit Spendersamen nicht verheiratet sein. Die Kosten werden von den Krankenkassen im Allgemeinen nicht übernommen (medizinische Behandlung, Labor, Medikamente, Transportkosten, Spendersamen).

    Bei der Behandlung mit der Spendersamen werden alle Daten in einem zentralen Samenspenderregister eingetragen und für 110 Jahre aufbewahrt. Ein durch Spendersamen gezeugtes Kind hat ab dem 16. Lebensjahr ein Auskunftsrecht über die Identität des Samenspenders.

    • Heterosexuelle Paare

      Wir beraten Sie bei Einschränkung der Samenqualität oder bei erblichen Belastungen des Mannes.

    • Frauen in gleichgeschlechtlicher Beziehung

      Wir besprechen gemeinsam die Möglichkeit zum Wunschkind in gleichgeschlechtlicher Beziehung mit Spendersamen. Mit unserer Erfahrung und Wertschätzung möchten wir Ihnen gerne zur Seite stehen, Schritt für Schritt – von der Diagnostik bis zur Behandlung. Dabei können Sie selbständig eine für Sie vertrauensvolle, zugelassene und zertifizierte Samenbank einbeziehen, um den passenden Spender herauszufinden. Um den Transport und eventuelle Einlagerung kümmern wir uns fachgerecht.

    • Single-Frauen

      Nicht immer besteht eine partnerschaftliche Beziehung oder der passende Partner ist noch nicht gefunden. Wir möchten Sie auch in dieser Situation einfühlsam und respektvoll beraten und bei der Kinderwunschbehandlung unterstützen.

  • Blastozystenkultur

    Üblicherweise erfolgt der Embryotransfer nach IVF/ICSI am 3. Tag nach Befruchtung. 
    Bei einer Weiterkultivierung der Embryonen in entsprechenden Kulturmedien bis zum 5. Tag nach Befruchtung, kann der Embryo das Blastozystenstadium erreichen. 
    In diesem Stadium gelangt auch bei einer natürlichen Schwangerschaft der Embryo in die Gebärmutterhöhle. Die verlängerte Kultur nach künstlicher Befruchtung ermöglicht somit, den idealen Zeitpunkt des Transfers in die Gebärmutterhöhle zu erreichen.

  • Kryokonservierung

    Überzählige befruchtete Eizellen können eingefroren und in einem Folgezyklus zurückgegeben werden. Zirka die Hälfte bis zwei Drittel der eingefrorenen Eizellen überstehen dieses Verfahren und teilen sich. Sie können dann nach einer leichten hormonellen Vorbehandlung in die Gebärmutter zurückgegeben werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft liegt bei etwa 18% pro Zyklus. Die Kryokonservierung wird von den Krankenkassen nicht übernommen.

  • Kryo-Embryotransfer

    Es ist heute möglich, eingefrorene Zellen im flüssigen Stickstoff bei -196° über einen langen Zeitraum ohne Beeinträchtigung zu lagern.

    Das ermöglicht uns, überzählig befruchtete Eizellen bei einer künstlichen Befruchtung einzufrieren (Kryokonservierung) und sie zu einem späteren Zeitpunkt in die Gebärmutter zu übertragen (Embryotransfer).

    Sollte also eine Schwangerschaft ausbleiben oder bei erneutem Kinderwunsch können diese kryokonservierten Eizellen im Vorkernstadium aufgetaut und ohne vorherige Stimulationsbehandlung zum entsprechenden Zeitpunkt übertragen werden (Kryo-Embryotransfer).

    Ein weiterer Aspekt ist die Möglichkeit, dass Eizellen, Spermien, Hodengewebe und Eierstockgewebe vor einer geplanten Chemo- oder Radiotherapie im Rahmen einer Krebserkrankung eingefroren werden können.

    Damit ist ein Fertilitätserhalt möglich und eine spätere Realisierung des Kinderwunsches nicht ausgeschlossen.

  • Laser assisted hatching

    Die Eizelle und der Embryo sind in den ersten Tagen von einer Eizellhülle umgeben. Diese wird bei dem assisted hatching etwas ausgedünnt, sodass der Embryo leichter aus der Hülle schlüpfen und sich einnisten kann.

    Diese Methode wird vor allem bei Frauen über 37 Jahren, nach Kryokonservierung oder nach mehreren erfolglosen IVF/ICSI-Versuchen kurz vor dem Embryotransfer angewendet. Auch dieses Verfahren wird von den Krankenkassen nicht übernommen.

  • PRP: Körpereigenes Plättchenplasma

    Neueste Studien und Forschungen zur „Aktivierung“ des Eierstockes legen den Schluss nahe, dass man mit einer Verabreichung von körpereigenen plättchenreichen Plasma (PRP) in den Eierstock, „schlafende Follikel“, die nicht mit den Medikamenten zur Stimulation erreicht werden können, aktivieren kann.

    Dabei zielt diese Methode insbesondere auf Patientinnen mit einer vorzeitigen Erschöpfung der Eierstöcke (Ovarialinsuffizienz).

    Betroffene Frauen haben eine geringere Wahrscheinlichkeit auf eine spontane Konzeption und es führt bei einer hormonellen Stimulation zu einer verringerten Anzahl von gewonnenen Eizellen und damit zu einer geringeren Aussicht auf eine Schwangerschaft bei einer Befruchtung außerhalb des Körpers.

    Darüber hinaus wird diese Methode auch erfolgreich zur verbesserten Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut vor einer Konzeption und Einnistung eingesetzt. Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut durch das aufbereitete körpereigene Blut mit wichtigen Nährstoffen und Wachstumsfaktoren versorgt. Mögliche Störungen des Milieus in der Gebärmutter durch symptomlose Entzündungen der Schleimhaut können vorteilhaft verbessert werden. Dabei wird das aufbereitete körpereigene Plasma mit einem dünnen Katheter, ähnlich wie bei der Insemination, in die Gebärmutter gespült. Die Übertragung in die Gebärmutter erfolgt schmerzlos und sanft und ist für Sie nicht belastend.

    Was ist plättchenreiches Plasma (PRP)?
    Darunter versteht man ein aus dem eigenen Blut gewonnenes Thrombozytenkonzentrat, nachdem andere Blutkörperchen (Erythrozyten, Leukozyten) herausgefiltert wurden und stellt eine Form der Eigentherapie dar.

    Wann findet PRP Anwendung?
    Die Behandlung wird bei Patientinnen mit einer vorzeitigen Erschöpfung der Eierstöcke bei niedriger Eizellreserve eingesetzt und soll zu einer Verbesserung des Ansprechens der Eierstöcke unter einer Stimulation führen.

    Wie erfolgt die PRP-Behandlung?
    Zunächst wird der Patientin in üblicher Weise 15-20 ml Blut aus der Vene entnommen. Das Blut wird zentrifugiert, die roten und weißen Blutplättchen von den Thrombozyten getrennt und diese dann abgenommen.

    Unter einer kurzen Narkose erfolgt die sonographisch geführte vaginale Injektion des plättchenreichen Plasmas in die Eierstöcke.

  • Social Freezing

    Wenn Sie derzeit Ihren Kinderwunsch noch nicht realisieren möchten, gibt es die Möglichkeit, sich eigene unbefruchtete Eizellen einfrieren zu lassen. Diese können dann zu einem späteren, von Ihnen gewünschten Zeitpunkt, im Rahmen einer ICSI-Behandlung befruchtet und Embryonen in die Gebärmutterhöhle übertragen werden.

    Dazu erfolgt eine Hormonbehandlung bis zur Reifung mehrerer Eibläschen, in denen die Eizellen heranreifen. Diese werden Ihnen dann in Narkose unter Ultraschallsicht mittels einer feinen Nadel durch die Scheide entnommen. Um eine möglichst ausreichende Anzahl von Eizellen einzufrieren, sind wiederholte Stimulationen mit Eizellpunktion möglich.

    Diese Behandlungsoption ist nicht Bestandteil von Kassenleistungen.

  • FertiPROTEKT

    Unser Zentrum ist Mitglied im FertiPROTEKT Netzwerk e. V.

    In diesem Netzwerk geht es darum, Frauen und Männern vor speziellen Therapien wie Chemotherapie, Bestrahlungsbehandlung oder vor Operationen am Eierstock bei Eierstockstumoren, Möglichkeiten zum Schutz der Fertilität (Fruchtbarkeit) anzubieten. Heute sind die Heilungschancen von Krebserkrankungen im gebärfähigen Alter sehr aussichtsreich. Derartige Behandlungen können jedoch die Keimzellen im Eierstock (Ovar) der Frau bzw. die Keimzellen im Hoden des Mannes schädigen und zu einer Unfruchtbarkeit führen.

    Heute stehen uns verschiedene Behandlungsmethoden zum Erhalt der Fruchtbarkeit zur Verfügung. Entsprechend Ihrer individuellen Situation beraten und behandeln wir Sie gerne.

Gemeinsam den passenden Weg finden

Welche Behandlung zu Ihnen passt, besprechen wir persönlich mit Ihnen. Ihre Befunde, Ihre Fragen und Ihre Wünsche bilden dabei den Ausgangspunkt.
01

In Ruhe besprechen

Wir nehmen uns Zeit für Ihre persönliche Situation und erklären, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie infrage kommen.

02

Gut informiert entscheiden

Wir erläutern den Ablauf, die individuellen Chancen, mögliche Belastungen und die Kosten. So können Sie Ihre Entscheidung mit einem guten Verständnis treffen.

03

Persönlich begleitet bleiben

Auch während der Behandlung sind Ihre Fragen willkommen. Praxis und Labor stimmen die nächsten Schritte miteinander ab.

Ihr Kinderwunsch ist bei uns in guten Händen

Ein Kinderwunsch ist mehr als eine medizinische Frage. Er ist mit Hoffnungen, Entscheidungen und manchmal auch Unsicherheit verbunden. Unser Kinderwunsch-Team begleitet Sie mit Erfahrung, Einfühlungsvermögen und einem offenen Ohr. Wir erklären, hören zu und planen gemeinsam mit Ihnen den nächsten Schritt.

Kinderwunsch-Team des MVZ für Gynäkologie und Kinderwunsch Helle Mitte

Lassen Sie uns über Ihren Kinderwunsch sprechen

Sie müssen noch nicht wissen, welche Behandlung für Sie die richtige ist. In einem persönlichen Gespräch nehmen wir uns Ihrer Fragen an und besprechen, wie es weitergehen kann.